Archive for the 'Ökonomie der Gefühle' Category

Die Ökonomie der Gefühle (4): Geiz

Neulich auf dem S-Bahnsteig: Ein älterer Mann berichtet seiner gleichaltrigen Gesprächspartnerin von seinem überaus klugen Schachzug im Supermarkt. Er habe nämlich von den Bananen vor dem Abwiegen die Strünke abgebrochen. “Ich bezahl ja für Bananen und nicht für die Reste!” Mal abgesehen davon, dass er konsequenter Weise auch noch die Schalen hätte entfernen können, verkörpert […]

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Die Ökonomie der Gefühle (3): Neid

“Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist der Neid” – “Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen.” Solche Bonmots findet wohlfeil in Presse- und Zitatedatenbanken, wer in Deutschland einem der hässlichsten Gefühle im gesamten Wirtschaftsleben nachforscht. Anderswo ist das anders, aber dazu später. Gerne pflegen in Deutschland Konservative und Reaktionäre das Bild von der […]

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Die Ökonomie der Gefühle (2): Liebe

Eine Juwelierkette veröffentlichte im Weihnachtsgeschäft 2010 das Fotomotiv eines 999,- Euro teuren Brilliantrings mit der Aufforderung: “Liebe schenken!” (Abb. ähnlich, Motiv war bereits ausgetauscht.) Also: Liebe schenken. Und das ist ja mal Quatsch: Liebe kann man gar nicht schenken, sondern nur vermieten, verpachten, verkaufen oder meinetwegen verpfänden. Denn: Sie hat einen genau definierten, wenn auch […]

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Die Ökonomie der Gefühle (1): Angst

Angst spielt in der Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Man kann sagen: Sie ist immer da. Mal versteckt und latent, wie in “Angst vor sozialem Abstieg trotz ständigen sozialen Aufstiegs” oder “Angst, später keine Rente mehr zu erhalten”. Mal offen und akut, wie in: “Angst vor Arbeitslosigkeit nach der Firmenpleite” oder “Angst vor dem Gerichtsvollzieher”. Angst […]

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