Wir haben die Wahl

In der entwickelten Demokratie westlichen Zuschnitts kann niemand ernsthaft behaupten, dass die Mächtigen uns nicht über die gesellschaftlich entscheidenden Fragen abstimmen ließen. Sie setzen sogar Hochtechnologie ein, um unseren Puls zu fühlen, unsere Approval Rate zu messen und ihren Kurs regelmäßig mit unseren Bedürfnissen abzugleichen.

Gut, vielleicht nicht bei Petitessen wie Euro-Einführung, Einwanderungspolitik oder Banken-Bailouts mit Steuermilliarden, aber doch dann, wenn es zum Schwur kommt – nämlich bei der Frage, wie uns die Getränkeautomaten gefallen.

Und ich kann aus reinem Herzen sagen: Mir gefallen die Getränkeautomaten in einem düsteren, mit Sperrmüll-Sitzbänken andeutungsweise als Wartebereich möblierten Winkel des Münchner Hauptbahnhofs ganz außerordentlich gut. Ich halte sie für einige der formschönsten und erfrischendsten Getränkeautomaten in diesem düsteren Winkel des Münchner Hauptbahnhofs. Wenn nicht in düsteren Bahnhofswinkeln bundesweit.

Gerne hätte ich dieses Feedback über das Feedback-Terminal von Happy-Or-Not auch in dieser Ausführlichkeit schriftlich eingegeben, aber dazu gab es keine App und – leiterleider, Termine, Termine – keine Zeit. Es musste also der dunkelgrüne Smiley für mich sprechen.

Von mir aus, also aus Sicht eines mündigen Bürgers und Steuerzahlers, darf die Getränkeautomatenpolitik der Deutsche Bahn AG bis in alle Ewigkeit genau so weitergehen. Ich würde Sie, die Regierungsexperten der Bahn, immer wieder wählen! Keine Experimente! Vorwärts zum endgültigen Sieg der Getränkeautomaten!

Happy or not? Happy! Smile!

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