Das war Hammer

Man kann ja dieses Wortspiel gar nicht oft genug machen, wenn man im schnuckeligen Hamburger Kulturstadtteil Hamm lebt. Genauer gesagt: in einer Hammer Wohnung mit Hammer-Aussicht und Hammer Miete. (Der Neubauwohnblock gegenüber wurde seinerzeit von den Immobilienheinis mit „Hammer Lage“ beworben, was anderes bot sich da auch nicht unbedingt an als Superlativ.) Es ist eben einfach Hammer-originell.

Und dann wird man zur Lesung ins Hammer Weine eingeladen, wo es ganz nebenbei Hammer-Weine gibt. Was diese Location angeht, bin ich nämlich jetzt offiziell literarischer Wiederholungstäter. Wohl deswegen stellte sich auch gleich das Gefühl eines erweiterten Wohnzimmers ein, das allerdings, man muss es sagen, schon gesteckt voll war. Was wiederum die WG-Atmosphäre erfreulich verdichtete.

So begab es sich, dass die Riesserstraße 9 eine Weltpremiere erlebte: Erstmals kam hier meine neulich preisgekrönte Kurzgeschichte Borowiaks Suppe zu Gehör – neben anderen Stories vom Glanz und Elend des Menschseins. Und als Autor, das muss ich jetzt auch noch loswerden, ist es toll zu merken, wenn ein Publikum mitgeht. Tausend Dank an alle, die zuhören mochten!

Mit anderen Worten: Es hat Spaß gemacht, Riesenspaß. Hammer-Spaß! Die Wissenschaft hat übrigens festgestellt, dass es dem Literaturgenuss förderlich ist, nebenbei zufällig ein gutes Glas Wein vorzufinden. Sollten Sie auch mal probieren!

(Fotos: Christiane Rose)

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