Mit Blumen bezahlen: die Literatur-Währung der Story App

Meinen Beitrag zum Münchner Kurzgeschichtenwettbewerb 2018, Die Stunde der Wahrheit, gibt es (dank Aufnahme in die Bestenliste) jetzt auch in der sehr empfehlenswerten Story App.

Die App ist kostenlos für Smartphones und Tablets erhältlich und bietet einen stets aktualisierten Vorrat an teils kuriosen, teils nervenzerfetzenden und teils einfach nur erschütternden Geschichten für zwischendurch & unterwegs. Oder, wenn Sie Gefahrensucher sind, für die Badewanne.

Mit ihrem minimalistischen Design, das nicht vom Lesen ablenkt, ist die Story App schon für sich genommen eine ebenso spannende wie verdienstvolle Geschichte. Die Story hinter der App: Die Macher des Münchner Wettbewerbs fanden nach einigen Durchgängen, dass die besten der vielen, vielen Beiträge zu schade waren, um in Vergessenheit zu geraten, und brachten deshalb Ende 2016 die App an den Start. Inzwischen haben sie das Format auch für Einsender geöffnet, die nicht am Wettbewerb mit seinen vorgegebenen Themen teilnehmen wollen:

Storyapp ist es egal, ob der Autor bekannt  oder unbekannt, minderjährig oder in Rente ist. Was zählt, sind die Fähigkeiten. Wir wollen guten Schriftstellern die Möglichkeit geben, einem interessierten Publikum ihre besten Geschichten zu präsentieren. Für Einsendungen an unser Lektorat gilt: Länge zwischen 10.000 und 20.000 Zeichen, offenes Textformat (kein PDF), bereits korrigiert. Email an info@storyapp.de.

Das ebenso Clevere wie Charmante an der App aus Autorensicht ist aber: Sie können dort nicht nur für die Stories Ihrer Lieblingsautoren voten – nein, Sie können den Verfassern zum Dank auch noch elektronische „Rosen“ schicken. Beliebig viele aus einem Strauß, den Sie vorher z.B. per PayPal gekauft haben: je zehn Stück für 1,19 Euro.

Von dem vielen Geld kann sich dann der Autor schon wieder mehrere Tage lang Dosenravioli zum Mittagessen leisten (Verlage nehmen gute Geschichten ja heute normalerweise eher als kostenlos im Netz flottierenden „Content“ entgegen). Und eine warme Mahlzeit am Tag öffnet doch immer wieder wundersam die Kreativitätsschleusen für weitere Stories. Die dann wiederum Sie aufs Neue genießen können.

Was es da alles zu entdecken gibt: Kategorien wie „Herzflimmern“, „Wie Hund und Katz“ oder gar, ui-ui-ui: „Körperwelten“ („Geschichten von Sex, Sport, Gewalt“). Über Sport schreibe ich natürlich gerne. Meine Geschichte handelt deswegen unter anderem von Leibesübungen im Bürogebäude – bei offenem Fenster und verschlossener Toilettentür.

Also, laden Sie runter, kaufen Sie Rosen, tun Sie Gutes und: Lesen Sie, bis die Literaturpolizei kommt!

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.