Las Gurken y los Spanier

Lost in translation: Spanische Bauern haben gestern vor dem deutschen Konsulat in Valencia auf traditionelle Landvolkweise gegen die offenbar unfairen Schuldzuweisungen an ihre Zunft in der Gurkenkrise protestiert. Sie kippten den Bürokraten die nunmehr unverkäuflichen Lebensmittel vor die Tür (das kennen ältere Leser noch aus Zeiten der Apfelberge und Milchseen in Brüssel).

Neu an diesem Ritual im 21. Jahrhundert: Das Landvolk stellt vorher fernsehgerechte Protestschilder in der Sprache der ausländischen Zielgruppe her (vgl. sog. Ägyptische Revolution: Statt arabischer Schriftzüge prangte schlicht das Wort „Facebook“ auf einem Pappschild).

Wiederum nicht ganz so neu, sondern im Einklang mit der Tradition: Im Landvolk mangelt es ein ganz klein wenig an Traduktionskompetenz. Macht aber nichts, es gibt ja GoogleTranslate oder wie diese nützlichen Programmschleifen heute alle so heißen.

Das Ergebnis ist ein schöner Beitrag zur Völkerverständigung bzw. ein überzeugendes Plädoyer für das gute alte Esperanto.

(Abb.: TV-Screenshot)

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