Schlagwort-Archiv: Hochtief

Gold to go

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Wenn’s am schönsten ist, soll man gehen, heißt es. Manchmal aber geht man auch erst, und das Schönste folgt mit ein wenig Verspätung nach. Bei den alljährlichen BCP-Awards, den deutschen Oscars für Unternehmensmedien, hat concepts in diesem Monat Gold gewonnen. Das Magazin des größten deutschen Baukonzerns HOCHTIEF wird von Hoffmann und Campe Corporate Publishing gemacht und von ringzwei gestaltet.

Die prämierte Ausgabe war meine letzte als concepts-Chefredakteur – das macht dann elf Jahre mit insgesamt viermal Gold beim BCP, wo concepts als erstes Magazin in die Hall of Fame aufgenommen wurde: unterm Strich gar keine so schlechte Bilanz. Spaß hat’s gemacht, einer der kreativen Köpfe hinter dem Heft zu sein. Jetzt aber: auf zu neuen Taten!

Concepts 2 2014 ger_1Titelfoto: Yasuhisa Toyota by Ralf Meyer

20 Hefte, zehn Jahre, ein Team

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Das hier würde man bei einer Treibjagd die „Strecke“ nennen:

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Diese Strecke allerdings entspricht schon fast einer Epoche. Ende September hat „concepts“, das Konzernmagazin von Deutschlands größtem Baukonzern HOCHTIEF, sein 20. Heft herausgebracht. Im Herbst 2003 sind wir an den Start gegangen, Anfang 2004 zum ersten Mal erschienen.

Bei halbjährlicher Erscheinungsweise ist es mir mithilfe eines Taschenrechners relativ leicht gelungen herauszufinden, dass ich damit nun seit zehn Jahren Chefredakteur bin. Bei einem Blatt, das unterwegs 44 Preise und Auszeichnungen eingesammelt hat, davon dreimal in Folge Gold bei Europas renommiertestem Wettbewerb für Corporate Publishing, dem BCP Award. Concepts war zugleich das erste Unternehmensmagazin, dass in die „Hall of Fame“ des BCP Einzug halten durfte.

Echt: zehn Jahre? Gott, war ich jung damals. Heute kann ich sagen: Es stimmt, zehn Chefredakteursjahre entsprechen 20 Hundejahren – nein, halt, wie war das Sprichwort noch? Egal.

Jedenfalls gilt es an dieser Stelle zu danken: zufördert den vielen Reportern und Fotografen in aller Welt, die uns das HOCHTIEF-Universum durch ihre Augen und Linsen zum Faszinosum gemacht haben. Viele von Ihnen sind ja nun schon in Ehren mit uns mitgealtert. Dann natürlich dem Team um Birgit Jambor in Essen, ohne dessen geduldige und vertrauensvolle Hintergrundarbeit und Strippenzieherei keines dieser Hefte je entstanden wäre. Sowie, ebenso selbstverständlich, den kreativen Gestalte(r)n bei Dirk Linkes ringzwei und den Verlagsprofis (hi Frank!) bei Hoffmann und Campe Corporate Publishing.

Womit klar genug geworden sein sollte: Guter Journalismus geht nur als Team. Und so eines wie dieses muss man andernorts erst mal finden.

Zur aktuellen Ausgabe von concepts geht es übrigens hier entlang.

Programmhinweis: Reden wir über das Risiko!

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Wenn Baukonzerne bauen, bleibt oft kein Fettnäpfchen unbetreten. Flughafen BER, Elbphilharmonie, Stuttgart 21, Stadtschloss Berlin, Jade-Weser-Port … die Liste der Großprojekte mit ungewissem Ausgang und bösen Überraschungen für Steuerzahler ließe sich noch ein Weilchen fortsetzen. Deutschlands größter Baudienstleister, HOCHTIEF, steht als ein Hauptakteur im Lande naturgemäß häufiger im Brennpunkt der diesbezüglichen Kritik – auch wenn sich die Schuldfrage oft alles andere als eindimensional darstellt.

Wie aber geht es besser? Wie kommunizieren Bauträger und -unternehmen ihre Vorhaben publikumsgerecht? Wie wird Transparenz hergestellt? Wie kann PR glaubwürdig bleiben bzw. werden? Zu all diesen Fragen habe ich den Kommunikationschef von HOCHTIEF, Dr. Bernd Pütter, für eine Veranstaltung an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg gewinnen können. Ich selbst werde dabei einführend erzählen, wie ich als Chefredakteur des HOCHTIEF-Magazins „concepts“ diese und andere Kommunikationsaufgaben zu unterstützen versuche. Leitung: Prof. Dominik Pietzcker. Die Veranstaltung ist schon übermorgen, also am Mittwoch, dem 31.10., um 18 Uhr in der MHMK, Gertrudenstraße 3. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung unter info.hh@mhmk wird gebeten.

 

 

Klimawandel ist Fakt. Wie passen wir uns an?

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Das hat die Menschheit sauber gründlich hinbekommen: Der Klimawandel ist bis auf weiteres nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Das Eis der Pole schmilzt in nie dagewesenem Tempo, der Meeresspiegel steigt, die Temperaturen auch – und zwar mindestens noch jahrzehntelang, selbst wenn wir heute mit der CO2-Vermeidung ernst machen würden. Einer der renommiertesten deutschen Klimaforscher, Professor Mojib Latif vom Kieler GEOMAR, hat mir in einem Interview die Folgen für unsere bislang so gemäßigte Region beschrieben. Wir sprachen aber auch darüber, wie man durch angepasste Bauweisen von Gebäuden und Infrastruktur mit den drastischen Wetterphänomenen leben lernen kann, die unsere neue Normalität werden. Das Interview finden Sie hier, (bitte Teaser anklicken oder S.30 aufschlagen). Die Betonung auf Baumaßnahmen ist kein Zufall: Abgedruckt ist das Gespräch in der neuen Ausgabe des Magazins concepts von Hochtief. Und dass der größte deutsche Baukonzern sich fragt, welche Marktchancen der unaufhaltsame Klimawandel mit sich bringt – well, that’s capitalism, isn’t it?

Der Donnergott und die Windmaschinen

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Zurück von einem faszinierenden Helikopter-Trip. Tollkühne Männer in fliegenden und schwimmenden Kisten, ein Riesenschiff auf Füßen und gigantische Windkraftanlagen.

Hochtief stellt die 75 Millionen Euro teure Hubinsel „Thor“ und viel Knowhow zur Verfügung, damit in der Deutschen Bucht ein Offshore-Windkraftpark mit 80 Turbinen entstehen kann. Jede davon mit Rotordurchmessern von weit über 100 Metern. Die Hubinsel ist ein Schiff, das zwischen den einzelnen Windkraftanlagen aus eigener Kraft manövrieren kann, dann aber seine vier Füße zu Wasser lässt und sich in 40 Metern Wassertiefe fest auf den Meeresgrund stellt. Von dieser stabilen Plattform aus kann dann ein 400-Tonnen-Kran die einzelnen Segmente der Turbinen aufeinander stellen. Ich schreibe darüber für das Hochtief-Magazin concepts (März 2011).

Manchmal ist es einfach nur großartig, was Männer alles so machen mit Stahl. Ich meine, ich weiß schon, wir sind das schwache Geschlecht und wir bauen auch Atombomben oder Fußballstadien in Katar, aber das hier wärmt mir das Herz.

Der Mann, der die Mächtigen überlebte

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Josef Dlabac sah die Mächtigen kommen und gehen: Als Hausmeister und Instandhalter des Nationaldenkmals der Tschechen über den Hügeln von Prag hat er rund vier Jahrzehnte hinter sich. Je nach politischer Großwetterlage diente sein Haus wechselnden Herren als Weihestätte und Paradierplatz. Zehn Jahre lang saß Dlabac sogar ganz allein mit seinem Werkzeugkasten in den heiligen Hallen, als nach der Samtenen Revolution ein Machtvakuum herrschte. Chefredakteur Oliver Driesen besuchte für die Ausgabe 2/2010 des HOCHTIEF-Magazins concepts den bescheidenen Mann, der seine Lektion über Aufstieg und Untergang gelernt hat – im Gegensatz zu kommenden Generationen von Machthabern in aller Welt. Lesen Sie das Porträt hier (ab S. 36).

Wiedergeburt: Altes, neues Kind ist da!

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Diese Press(e)-Wehen haben gar nicht weh getan: die Wiedergeburt von concepts by HOCHTIEF. Das B2B-Magazin des größten deutschen Baudienstleisters (68.000 Mitarbeiter weltweit) hat mit der heute erschienenen 13. Ausgabe einen gründlichen Relaunch-Prozess hinter sich.

Als Chefredakteur, der seit der Premiere 2004 dabei ist, wollte ich unser Produkt beizeiten auf Verbesserungs- und Modernisierungsmöglichkeiten abklopfen und initiierte bei Hoffmann und Campe Corporate Publishing einen Workshop, um alle Beteiligten an einem kreativen Tisch zu versammeln. Die bewährten Verlagskollegen zogen die Fäden, Kunde HOCHTIEF kam eigens aus Essen, die renommierte Designagentur ringzwei aus Hamburg – und der Prozess in Gang. Ergebnis: ein runderneuertes Magazin, das nun wieder den Cutting Edge in Text und Design darstellt: mit flexibler Struktur, mehr großen Geschichten, optimiertem Schriftbild und neuen Rubriken. Als Printversion erhältlich und auch 1:1 online lesbar ist es hier.

Erscheinungsweise: halbjährlich, Verbreitung: weltweit, Auflage: 22000, davon 7000 in englischer Sprache.