Archive for the 'Storming Brain' Category

Wo bleibt das Flüchtlingsheim in Harvestehude?

Wie in Hamburg die Unterbringung der immer weiter anschwellenden Zahl von Flüchtlingen behandelt – und örtlich behindert – wird, legt einen tiefen Graben offen: In nur leicht abgewandelter Marx’scher Begrifflichkeit ist es der Graben zwischen Elend und Kapital. Hier wirkt offensichtlich, nein, eben nicht offensichtlich, eine perfide Abschottungs-Effizienz einiger der wohlhabendsten Bürger dieser Stadt, die […]

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Höllentrip auf Kassenkosten

Oliver D., Zivildienstleistender in einem Düsseldorfer Altersheim von 1985 bis 1987, ist jetzt bei der Bundeswehr. Diese überraschende Wendung ging passender Weise mit einem Abschuss los. Abgeschossen hat mich eine Hamburger Rettungswagenbesatzung – mit einem Cocktail aus 25 mg Ketanest, intravenös, 4 mg Dormicum und 15 µg Sufentanil. Zuhause, während ich bewegungsunfähig auf dem neuen Parkettboden im […]

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Loch im Urlaub

Doch, Borkum ist eine Reise wert. Die Stände, die Sonne, die Nordsee. Temperaturen bis zu 34 Grad in diesem Juli, eine frisch renovierte Strandpromenade, Dünen, Seehunde, kleine Läden, lauschige Cafés, alte Leuchttürme – Urlauberherz, was willst du mehr? Vielleicht ein wenig weniger. Ein wenig weniger Geschichte. Oder eine andere, bitte. Eine, aus der die sauber […]

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Genius Loci

Das hier ist kein Crack-House in der Bronx der 80-er Jahre, sondern ein leerstehendes Ladenlokal in Stuttgart-Sonnenberg, Sommer 2014. Mit diesem baulichen Überbleibsel, an dem ich kürzlich vorbeikam, hat es eine zweifache Bewandtnis. Dies war – bis Ende vergangenen Jahres – Toms Laden. Ich habe Tom nie gekannt oder auch nur von seiner Existenz gewusst, habe diese Bruchbude nie […]

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Mein Schirrmacher-Moment

Frank Schirrmachers früher und unerwarteter Tod hat in der deutschen Medien-Szene berechtigte Bestürzung ausgelöst, die auch Tage danach immer noch anhält. Es ist ja so, wenn ein bedeutender Journalist mit 54 plötzlich von der Bühne abtreten muss, dass dann auch wir unbedeutenden uns kurzfristig fragen: Was mache ich eigentlich mit meinem Journalistenleben? Wofür stehe ich? […]

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An der Ruhr, wo Traktoren explodieren und dazu Herzchenballons aufsteigen

Zum Charme des Ruhrgebiets zählt, dass dieses Gebiet an der Ruhr liegt. Und wenn man mal kurz genug hat von Elb- und Alsterwasser, dann erscheint das so bescheiden benannte Flüsschen im industriellen Herzen Deutschlands (bei “Quizduell” wird nach ihm als Synonym für eine Darmkrankheit gefragt) herrlich echt und ehrlich und einfach und allein deshalb eine Reise […]

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Drei Fragen zum Fliegen

Mal wieder geflogen. Also jetzt nicht hin-, raus- oder auf-, sondern mit dem Flugzeug, brummbrumm. Das Flugzeug und ich, das sind im Normalfall zwei streng getrennte Welten: Wir haben uns nichts zu sagen. Aber manchmal brauchen wir uns gegenseitig, die Airlines und ich. Wenn ich z.B. kein Schlafwagen-Einzelabteil nach Zürich mehr bekomme, denn zu viert […]

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Schäfermond

Dieser Beitrag muss ohne Bild auskommen. Mir egal, ob ihn dann weniger anklicken, wie SEO-Experten jetzt sicherlich einwenden werden. Hier geht es um ein Wort, um genau ein einziges Wort, und dieses Wort ist sich selbst Bild genug. Ich möchte behaupten: Wer sich von diesem Wort keine wunderbaren imaginären Bilder vors geistige Auge zaubern lässt, […]

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Alles muss raus. Ein letzter Besuch bei Max Bahr.

Am 25. Februar ist Schluss. An genau diesem Tag endet, zumindest in der Filiale an der Wandsbeker Zollstraße, die Ära der traditionsreichen Hamburger Baumarktkette Max Bahr. Über die Gründe ist genug geschrieben worden: Missmanagement, Bankengier, das Übliche. Aber wie es sich anfühlt, kurz vor Schluss, das ist eine Erfahrung, die man selber machen sollte – […]

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ADAC: Von gelben und gefallenen Engeln

Vor zehn Jahren habe ich Michael Ramstetter, bis zum Wochenende Kommunikationschef des ADAC, für das Branchenmagazin “Wirtschaftsjournalist” porträtiert. Die Headline, “Grüne Welle fürs Geschäft”, klingt heute noch mehrdeutiger, als sie 2003 gemeint war. Ich nannte seine Tätigkeit damals einen “Drahtseilakt im Umgang mit Politik, Konzernen, Verbraucherschutz”. Und so handelte das Porträt denn auch von einem, […]

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