Es war einmal in Portugal

Chronik eines angekündigten Ausbaus: Die Erfolgsgeschichte der Böllinghaus Steel geht weiter – und ich durfte nach sieben Jahren die neuen Kapitel erzählen.

Es ist schon ein ganzes Weilchen – sieben Jahre etwa – her, aber gute Kunden erinnern sich an gute Arbeit. Im Jahr 2014 war meine Firmenchronik des damals 125 Jahre alten Hildener Edelstahlprofil-Herstellers Böllinghaus Steel erschienen. In der Zwischenzeit herrschte natürlich kein Stillstand bei dem rührigen Familienunternehmen, im Gegenteil: Sein portugiesisches Walzwerk ist in diesem Sommer 25 Jahre alt geworden. Also rief man mich erneut an, denn auch dieses portugiesische Werk verdiente somit mittlerweile seine eigene Chronik.

Und da ich die Verhältnisse in Portugal noch ganz gut kenne (immerhin hatte ich mir das Werk an der Atlantikküste vor 2014 recht gründlich angesehen), half ich natürlich wiederum gerne aus. Wie zuvor lag das Projektmanagement wieder in den bewährten Händen des Stuttgarter Firmenchronik-Spezialisten Pro Heraldica, was konnte also schiefgehen? Nichts. Das im September publizierte Ergebnis sehen sie auszugsweise hier:

Ich mag ja solche Firmen, die aus dem 19. Jahrhundert herkommen und noch diesen Stallgeruch von Gründerzeit, Aufbruchstimmung und hartnäckiger Expansion trotz aller Krisen haben – in diesem Fall mit Wurzeln in den engen Tälern des Bergischen Landes, genauer gesagt in Remscheid. Von Orten wie diesem und von Gründern wie Hermann Böllinghaus, einem ehemaligen Schweinemetzger, stammt letztlich unser ererbter industrieller Wohlstand. Auch wenn das gewisse politische Parteien, die von diesem Erbe schamlos zehren, heute nicht mehr wahrhaben wollen und alles daran setzen, die Basis solcher Erfolge in Deutschland zu zerstören.

Es gab natürlich nicht nur Rückblickendes zu schildern. Wer das deutsch-portugiesische Team um Seniorchef Hartwig Härtel und seine Tochter Nina kennt, der weiß, dass dort ständig an Neuem gebastelt wird – manchmal auch ganz grundlegend. In diesem Jahr haben trotz Corona-Krise die Bauarbeiten für die Modernisierung und Erweiterung des portugiesischen Walzwerks begonnen. Ein Werk, das übrigens ursprünglich in Deutschland hätte gebaut werden sollen – wenn nicht die Politik im Heimat-Bundesland Nordrhein-Westfalen weniger als null Interesse an der Ansiedlung eines neuen Job-Magneten im Stahlbereich gezeigt hätte. Aber auch das ist eine Geschichte, die man nun am Besten in meiner Chronik von Böllinghaus Portugal nachliest ….

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