Sachbücher von Oliver Driesen

Written By: Oliver Driesen

Welt im Fluss (Hoffmann und Campe 2010)

Hamburgs Hafen ist voller Geschichten – über die Zeit seit 1816, als das erste Dampfschiff die Elbe hinaufkam. Boomphasen und Krisen, ganze Epochen vergingen, bis aus einem regionalen Handelshafen für Großsegler ein globalisierter Container-„Hub“ werden konnte. Erzählt wird in diesem Band von der Eröffnung der Speicherstadt 1888, eines damals fortschrittlichen Logistikcenters am Wasser. Von den tausenden Zwangsarbeitern im Dritten Reich, als die Nazis den Hafen für ihre Weltherrschaftspläne missbrauchten. Davon, wie Hamburg in den 60-er Jahren fast die Container-Revolution verschlafen hätte. Vom fast vollautomatischen Containerterminal Altenwerder, nach langem Ringen mit Anwohnern 2003 in Betrieb genommen als bis heute modernster Terminal der Welt. Aber auch von einem letzten Ort des Durchatmens im Hafen: dem Seemannsclub “Duckdalben” und seinem multireligiösen Gebetsraum.

So urteilt die FAZ über das Buch: “Oliver Driesen, gelernter Volkswirt und von Beruf Wirtschaftsjournalist, beschreibt in seiner Chronik nicht nur Innovation,Wachstum und Expansion, sondern auch Krisen, Kriege und Katastrophen. (…) Ohne Beschönigung beschreibt der Autor Hafenbetrieb und HHLA-Entwicklung zu Zeiten des Nationalsozialismus (…) Driesens Buch ist gut recherchiert, spannend und flockig geschrieben, im Magazinstil opulent bebildert und mit Porträts, Interviews und einem Hafen-Glossar angereichert. (…) Kein Zweifel, die Geschichte der 125 Jahre Hamburger Hafen und Logistik AG ist hübsch verpackt (…) Mit dieser Chronik hat sich der Jubilar, mit 55 Tochterunternehmen und 4215 Beschäftigten eines der führenden Hafenunternehmen der Welt und noch immer von Hamburg aus gesteuert, ein gelungenes Geburtstagsgeschenk gemacht.” (Ulla Fölsing, 5.7.2010)

Audio-Rezension von Ina Namislo (MDR): hier

Oliver Driesen: Welt im Fluss – Hamburgs Hafen, die HHLA und die Globalisierung. 256 Seiten, gebunden. Mit vielen historischen und aktuellen Abbildungen. 35,– [D] / R 36,– [A] / sFr 60,50. ISBN 978-3-3-455-50139-1. Erhältlich im Buchhandel und hier bestellbar.

Schwarz wie Schlacke – Rot wie Glut. Die erstaunliche Geschichte der Georgsmarienhütte und ihrer Unternehmensgruppe (Hoffmann und Campe 2006)

Dem Stahlwerk südlich von Osnabrück, 1856 im Königreich Hannover als Eisenhütte gegründet, drohte 1992 der Bankrott. Doch durch eine der unwahrscheinlichsten Übernahmen und Sanierungen in der deutschen Wirtschaftsgeschichte wurde die Hütte zur Keimzelle einer internationalen Metall-Unternehmensgruppe mit mehr als 40 Werken, in der heute über 8000 Menschen arbeiten. Oliver Driesen erzählt darin nicht nur die Story wagemütiger Männer, die über 15 Jahrzehnte hinweg all ihren Ehrgeiz in Eisen und Stahl investierten, die Chronik schildert auch die Geschichte eines Stahlwerks, einer Gemeinschaft und einer Stadt als Beispiel für das, was Unternehmergeist und Teamwork vermögen, wenn Belegschaft und Gesellschafter an einem Strang ziehen. Individuelle Standortporträts und eindrucksvolle Fotografien komplettieren den Band.

“Driesens Werksgeschichte, aber auch die einzelnen Porträts der Tochterunternehmen, hinterlassen Eindruck, gehen sogar unter die Haut.” (Osnabrücker Nachrichten am Sonntag)

“Driesen versteht es, die Industriegeschichte geschickt mit Politik und Ökonomie zu verknüpfen.” (Schaumburger Nachrichten)

Der Feuermacher – Willy Korf: Stahl-Rebell aus Leidenschaft (Hoffmann und Campe 2005)

Von heute auf morgen verlor er ein Imperium – und baute zäh ein neues auf. Mit nie versiegendem Ehrgeiz machte er der Industrie Feuer und kämpfte gegen Pleiten, Pfründe und Politik. Oliver Driesen erzählt in der von Jürgen Großmann herausgegebenen Biografie die Geschichte eines Lebens zwischen Triumph und Tragödie – ein Buch wie eine Achterbahnfahrt.

“Der Journalist Oliver Driesen hat Korf in einem spannenden Buch dem Vergessen entrissen.” Jürgen Dunsch, FAZ

“Ein fesselndes Stück deutscher Wirtschaftsgeschichte” (impulse)

Auch als Hörbuch (10+1 CD im Schuber) erschienen.

One Comment

  1. andreas schneider sagt:

    Ich bin begeistert von der Lektüre von “Schwarz wie Schlacke, Rot wie Glut”. Da ich meine Kindheit in Oesede-Dröper (Stadtteil von Georgsmarienhütte) und in Pye verbracht habe, ist das Buch für mich ein lebendiges Stück Heimatgeschichte. Als Amateurfotograf habe ich ich Mitte der neunziger Jahre gerade in der Umbruchsphase von dem Klöckner Konzern zur Ära Jürgen Großmann zahlreiche Bilder von der Hütte gemacht.
    Ein immer wieder faszinierendes Thema.