Große Reden (4): Gegen den Strom

Manche Zeilensturm-Leser wissen, dass ich auf einer anderen meiner Baustellen in loser Folge immer wieder mal historische Reden großer Persönlichkeiten vorstelle und analysiere. Denn reden kann jeder, aber sprechen? Also: nicht nur etwas sagen, sondern etwas aus-sagen? Da sieht es gerade in der deutschen „Debattenkultur“ sehr, sehr dünn aus.  Da wird stammelnd vom Blatt abgelesen oder Powerpoint-Karaoke betrieben. Da werden mit vorgehaltener Phrasendreschmaschine gerne mal 90 Minuten Lebenszeit beschlagnahmt, die keiner im Publikum je zurück erhält.

Dabei bräuchten wir das heute so sehr: Menschen, deren Reden begeistern, weil sie etwas mitzuteilen haben. Weil sie durch Vor-Denken zum Nachdenken anregen. Weil sie Dinge in Gang setzen, die eine Gesellschaft zum Positiven verändern.  Weil sie mit der Durchdringung ihrer Argumentation und die Schönheit ihrer Rhetorik begeistern.

Und es gibt sie ja, die Beispiele, an denen Redner von heute sich orientieren könnten. Eines davon ist die sehr verehrungswürdige liberale Politikerin Hildegard Hamm-Brücher, heute 94 Jahre alt.

Hildegard Hamm-Brücher, 1976. Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F049586-0029 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0
Hildegard Hamm-Brücher, 1976. Quelle: Bundesarchiv, B 145 Bild-F049586-0029 / Gräfingholt, Detlef / CC-BY-SA 3.0

Was es mit ihr und einer ihrer zahlreichen rednerischen Sternstunden auf sich hat und warum sie bis heute ein Vorbild für jeden Redner ist? Hier entlang bitte.

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